
Da Kindheit maßgeblich durch äußere Strukturen geprägt ist, lassen sich ihre Potenziale auch für Erwachsene reaktivieren. Ein Gemeindehaus der 1930er-Jahre in Hannover legt hierfür seine epochentypische Strenge ab und ermöglicht einen Moduswechsel auf zwei Ebenen:
Sozial: Die permanente Eigenverantwortung wird durch eine Betreuungsstruktur abgelöst. Über die Anleitung in Kleingruppen werden das oft vernachlässigte Spiel und dessen Vorteile für Kultur, Gemeinschaft und Gesundheit in den Alltag integriert. Es entsteht eine Gemeinschaft, in der die Teilnehmenden individuell eingebunden werden.
Räumlich: In drei Farbzonen macht das Konzept „Szenen der Kindheit“ Potenziale des kindlichen Alltags über Holzelemente wieder zugänglich. Diese narrative Gestaltung bricht dabei die Rationalität des Bestands spielerisch auf und lockert durch konkrete Handlungsimpulse die Hemmungen der Erwachsenen.
VerfasserLaila Malin KoslowskiTypBachelorarbeitJahrWintersemester 2025/26BetreuerProf.in Suzanne Koechert