
Bildungsbauten sind Orte, die weit über ihre funktionale Rolle hinausgehen. Sie beeinflussen das gesellschaftliche Miteinander, prägen individuelle Entwicklungsprozesse und wirken als soziale Lern- und Erfahrungsräume über Generationen hinweg.
Mit diesem Hintergrund untersucht Nicole Leis in ihrer Bachelorarbeit, wie ein ehemals ausschließlich schulisch genutztes Altbaugebäude zu einem offenen Bildungs- und Freizeitort für Kinder und Jugendliche weiterentwickelt werden kann. Ausgangspunkt ist die Umnutzung der ehemaligen Calenberger Volksschule in Alt-Laatzen. Durch gezielte architektonische Eingriffe, flexible und nutzungsneutrale Strukturen, wird das Gebäude zu einem Ort der Vielfalt und Teilhabe.
Der Entwurf versteht Räume als „dritte Pädagogen“, die Sicherheit, Freiheit und Anregung zugleich vermitteln. Dabei wird nicht neu gebaut, sondern bestehender Raum weitergedacht. Bestehende Strukturen werden weitgehend erhalten und in eine zukunftsfähige Typologie überführt, die außerschulische Bildung, Freizeit und soziale Interaktion miteinander verbindet. Das Projekt versteht außerschulische Bildung als eigenständigen öffentlichen Auftrag und schafft eine räumliche Grundlage jenseits des klassischen Schulrahmens.
VerfasserNicole LeisTypBachelorarbeitJahrWintersemester 2025/26BetreuerProf.in Dr.in Martina Wiedleroither